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WHO senkt Richtlinien für Zuckerkonsum

Seit März 2015 gilt die neue Zucker-Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie enthält die Empfehlung, den täglichen Zuckerkonsum auf maximal ca. 25 Gramm zu reduzieren. Das entspricht etwa sechs Teelöffeln Zucker pro Tag. Erwachsene sollten also höchstens fünf bis zehn Prozent ihrer täglichen Kalorien als Zucker zu sich nehmen. Bislang liegt der Schnitt in Deutschland bei 15 bis 18 Prozent. Grund für die Senkung der täglichen Zuckerdosis der WHO ist die zunehmende Anzahl übergewichtiger Menschen auf der ganzen Welt.

Sorgen bereiten der WHO vor allem die sogenannten Zuckerbomben, das heißt verarbeitete Lebensmittel, die sehr viel Zucker enthalten. Dazu gehören beispielsweise viele Softdrinks, die teilweise bis zu 40 Gramm Zucker in einer einzigen Dose/Flasche beinhalten. Aber auch Süßwaren und Fertiggerichte enthalten oftmals zu viele Mono- und Disaccharide. Der Zuckergehalt dieser Produkte ist meist schwer erkennbar und wird dadurch leicht unterschätzt.

Die neuen Zuckerwerte beziehen sich auf mit Zucker ergänzte Nahrungsmittel. Nicht betroffen von der Zucker-Richtlinie ist der Fruchtzucker (Fructose). Fructose ist natürlicherweise in Obst und Gemüse enthalten und in dieser Form nicht schädlich.

Lebensmittelindustrie kritisiert neue Zucker-Richtlinie

Die WHO möchte mit ihrer Empfehlung Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Karies einschränken. Ein weiteres Ziel ist es, die Anzahl fettleibiger Menschen deutlich zu reduzieren. Die WHO fordert die Lebensmittelindustrie auf, versteckte Zucker in Lebensmitteln deutlicher zu kennzeichnen.
Die Lebensmittelindustrie kritisiert dagegen die neue Zucker-Richtlinie. Ihr Argument: Der Zucker sei nicht alleine der Auslöser für Übergewicht oder andere Erkrankungen.

Zuviel Zucker macht krank!

Dieser Meinung sind auch die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK). Sie fordern die Bundesregierung auf, die neue Zucker-Richtlinie der Weltgesundheitsorganisation zum Anlass zu nehmen, den steigenden Zuckerkonsum in Deutschland zu senken. Dazu sei eine nationale Strategie nötig, die zum Beispiel Werbeeinschränkungen und eine Zuckersteuer für ungesunde Lebensmittel beinhalten sollte. Die AOK kritisiert, dass die Bundesregierung zwar gegen Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum präventiv arbeite, aber ihre Verantwortung in der Gesundheitsvorsorge gegen einen übermäßigen Zuckerkonsum vernachlässige.

Das zuständige Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft lehnt die AOK-Forderung nach Steuerung des Zuckerkonsums für vermeintlich ungesunde Lebensmittel durch Werbeverbote und Strafsteuern ab. Man wolle nicht vorschreiben, was man essen soll.


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